Zum fünften Geburtstag ein richtig gutes Spiel 26.07.2010

1. Bl.-Nord: Rostocker Nasenbären - Bissendorf Panthers 3:9 (2:2,1:3,0:4)

ROSTOCK. Wann hat es das zuletzt in der Sporthalle Bertha-von-Suttner-Ring in Toitenwinkel bei einem Inline-Skaterhockey-Bundesligaspiel gegeben? Trotz der 3:9-Niederlage (2:2, 1:3, 0:4) der Rostocker Nasenbären gegen den ersten Titelanwärter Bissendorfer Panther minutenlanger Beifall der knapp 200 Zuschauer auf den Rängen und ein dickes Lob von Gästetrainer Jürgen Köhn nach dem Match. „Leider seid ihr Absteiger, aber wir hoffen in zwei Jahren wieder in Rostock spielen zu können“, so der Panther-Coach in der Pressekonferenz. Im Spiel sah es lange nicht so aus, als wenn ein Absteiger gegen den vermeintlichen künftigen Deutschen Meister spielt. Zwar fingen die gastgebenden Nasenbären nach 58 Sekunden wieder eines ihrer typischen Gegentore, als die Abwehr noch schlief und ein Schlagschuss im langen Eck landete. Danach aber unbändiger Druck auf das Gästetor. Doch Christian Herrmann, Christian Ciupka und Paul Paepke brachten den kleinen Ball mehrfach nicht im Kasten der Panther unter. Das 1:1 (6.) gelang erst dem stark spielenden Sascha Haike, der eine Vorlage von Paul Paepke aufnahm und sie halbhoch am Gästekeeper vorbeischob.  Als die Panther zwei Minuten später gleich mit drei Spielern durchbrachen und den wieder ganz stark haltenden Felix Thomas beim 2:1 keine Chance ließen, wehrten sich die Rostocker vehement. Und prompt kam das 2:2 (11.) durch Paul Paepke. Er verwandelte eine Ablage von Sascha Hainke. Der hatte dann selbst wenig später die Führung der Nasenbären auf der Kelle, traf aber nur das Außennetz. Der Beifall der Fans auf dem Weg in die Drittelpause war mehr als berechtigt. Ein ähnliches Bild dann im zweiten Abschnitt. Zunächst ein Solo von Benjamin Hahnemann zum 3:2 (23.) für die Panther und dann als Antwort das 3:3 (29.) durch Sascha Hainke, der im Doppelpass mit Christian Ciupka die Gästeabwehr samt Torwart ausspielt. Vier Minuten später eine umstrittene Situation, als Kapitän Christian Herrmann den Ball ans obere Teil des Tornetzes schlug, der aber wieder aus dem Kasten sprang und der Treffer nicht gegeben wurde. Das war aber das Signal für Bissendorf, eine Auszeit zu nehmen und auf zwei Reihen umzustellen.  Die Wirkung kam, denn die Gäste steigerten sich mächtig, während bei den Rostockern zunehmend die Kräfte und Konzentration nachließen. Daraus resultierte dann auch das 3:4 (36.), als die Nasenbären nicht rechtzeitig in der Abwehr zurück waren. So kamen die Bissendorfer Panther im zweiten Dritten noch zum 5:3 (39.) und legten im letzten Spielabschnitt dann vier weitere Tore nach. Das es nicht zweistellig wurde war dem kämpferischen Einsatz aller Spieler und einem überragend haltenden Torwart der Gastgeber zu danken. Er kaufte dem Bissendorfer Mannschaftskapitän Tim Lücker auch einen Penalty ab, als zuvor ein Rostocker Spieler mit der Hand einen Treffer verhindert hatte. Insgesamt eine sehenswerte Partie, gerade das Richtige zum fünften Gründungstag der Rostocker Nasenbären, was anschließen gefeiert wurde.

Nasenbären-Chef Christian Ciupka: „Wir haben uns so gut wie möglich verkauft und es dem neuen Tabellenführer 35 Minuten lang sehr schwer gemacht. Erst als bei uns die Kräfte schwanden, konnte Bissendorf die spielerischen Vorteile nutzen. Schade, dass unser Kampfgeist im Schlussdrittel nicht noch mit ein, zwei Toren belohnt. Die tolle Kulisse hätte es verdient gehabt.“

Rostocker Nasenbären: Felix Thomas, Thilo Manschus  – Christian Herrmann, Paul Paepke (1 Tor/1Vorlage), Jörn Rydin, Robert Eichelbaum, Christian Ciupka (0/1), Toni Walter, Felix Birkholz, Christopher Gundlach, Sascha Hainke (2/1), Martin Russnak, Torge Schwandt und Mathias Schicht.

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Bärenbrüder - Von Kodiaks und Nasenbären 20.07.2010

ROSTOCK.  Dass sich die Beiden in freier Wildbahn über den Weg laufen, ist wohl eher unwahrscheinlich, für die Rostocker Sportlandschaft jedoch ein Glücksfall.

Der 1. IHC Rostocker NASENBÄREN und seine Mitglieder freuen sich sehr, zukünftig in ihren Reihen die Männer und Frauen des Rethwischer Eishockey-Clubs „Kodiaks“ begrüßen zu dürfen. Mit den Eishockeybegeisterten aus der Hansestadt und dem Rostocker Umland finden auf einen Schlag etwa 30 neue Mitglieder zu den NASENBÄREN. Zu diesem Zweck gründen die NASENBÄREN gerade eine eigene Eishockey-Abteilung für die „Kodiaks“ und überarbeiten dementsprechend ihre Satzung sowie die betreffenden Organisations- und Finanzstrukturen.

Die „Kodiaks“ bemühen sich unter dem Dach der NASENBÄREN momentan um entsprechende Trainings-Eiszeit in Rostock und werden ab Herbst in der Landesliga M-V auf die Jagd nach dem Puck gehen. Dabei profitieren sie gern vom Erfahrungsschatz und dem Wissen des NASENBÄREN-Vorstandes, was Anmeldung, Saisonplanung und Ligenspielbetrieb anbelangt. Doch auch die Rethwischer haben ihre Hausaufgaben gemacht, haben sie doch mit Hilfe ihrer tatkräftigen Sponsoren und Unterstützer sowie Einigem an Eigeninitiative bereits den Großteil ihres Saisonetats beisammen. Auch die Partner der NASENBÄREN bekommen damit im Winterhalbjahr eine Präsentationsplattform - ebenso wie die Sponsoren der „Kodiaks“ am überregionalen Auftreten der NASENBÄREN partizipieren.

Doch wer oder was sind die „Kodiaks“ überhaupt? Alles fing vor gut 5 Jahren als „Bierlaune“ auf dem Dorfteich in Bargeshagen an, wo sich ein gutes Dutzend Leute zum gemeinsamen Eishockeyspielen verabredet hatte und auch in den folgenden Wintern dem schnellen Kufensport frönte. Aus dem Hobby wurde dann irgendwann eine Passion und mit 14 Gründungsmitgliedern wurden schließlich vor etwa 2 Jahren die „Kodiaks“ als eigenständiger Verein aus der Taufe gehoben. Mit Trainingszeiten im gut 80 Kilometer entfernten Malchow waren zwar enorme Kosten und Strecken zu bewältigen, doch der Enthusiasmus blieb und wuchs sogar noch ebenso wie die Mitgliederzahl.

Nachdem einige NASENBÄREN-Spieler den „Kodiaks“ ab und an bei ihrem Training in der Eishalle in der Schillingallee über den Weg liefen, man zusammen ein paar Runden auf dem Eis drehte und am Ende sogar häufiger gemeinsam trainierte, war der erste Kontakt hergestellt. Mit der Mitgliedschaft der NASENBÄREN im Stadtsportbund haben die „Kodiaks“ nun auch leichter Zugang zur Landesliga M-V, entsprechenden Trainingszeiten und Fördermöglichkeiten, als dies im Kreissportbund Bad Doberan der Fall gewesen wäre. Zudem gilt es für die Teilnahme am Ligenspielbetrieb, insbesondere die Ausbildung von Trainern, Schiedsrichtern und Zeitnehmern voranzutreiben. Auch hier können die NASENBÄREN ihren „Bärenbrüdern“ sicher behilflich sein.

Doch auch für die Skaterhockey-Enthusiasten bedeuten so viele neue Mitglieder auf einen Streich zukünftig noch etwas mehr Gewicht, wenn es um den Zugang zu Trainingshallen und –zeiten, finanziellen Zuwendungen und Förderungen geht, ohne die ein Vereinsbetrieb mit ISHD-Spielbetrieb und Nachwuchsarbeit kaum aufrecht zu erhalten ist.

Die Vorzeichen für diese Verbindung sehen also wirklich sehr vielversprechend aus, sodass der eine oder andere NASENBÄR im Winterhalbjahr schon mit einem Einsatz im Kodiak-Trikot liebäugelt. Doch auch das Eis schmilzt irgendwann einmal, sodass vereinzelte „Kodiaks“ jetzt schon beim Trainingsbetrieb der NASENBÄREN die Skates unterschnallen.

Wir bleiben für Euch dran und werden berichten, wie es weiter geht!