ABSCHNITT 4 – SPIELREGELN
400 – SPIELER AUF DEM
SPIELFELD
Ein Team darf nicht mehr als sechs Spieler auf dem Spielfeld haben, während
das Spiel
läuft.
Kleine
Bankstrafe für zuviele Spieler auf dem Eis (Regel 573)
Ein Team darf gleichzeitig nur einen
Torhüter auf dem Eis zu haben.
Der Torhüter kann durch einen Feldspieler ersetzt werden.
Ein eingewechselter Feldspieler hat nicht die Rechte eines Torhüters.
402 – BEGINN DES SPIELES
UND DER SPIELABSCHNITTE
Das Spiel muss pünktlich zum festgesetzten Zeitpunkt beginnen, mit dem
Anspiel in der
Mitte des Spielfeldes.
Das Anspiel findet zu jedem Drittelsbeginn im gleichen Rahmen statt.
Die Teams beginnen das Spiel in jener Spielhälfte in welcher sich ihre
zu verteidigenden
Tore näher der eigenen Spielerbank befinden.
Die Teams müssen für jedes reguläre Spieldrittel oder für
die Nachspielzeit die Seiten
wechseln.
1. Wenn bei Veranstaltungen das
Heimteam noch nicht feststeht, haben die
teilnehmenden
Teams durch gegenseitige Vereinbarung, z.B. mit Münzwurf oder auf
ähnliche Weise festzulegen, wer
als Heimteam gilt.
2. Heimteam-Privilegien:
- Bekanntgabe der Startaufstellung
nach dem Gastteam
- Wahl der Spielerbank
- Wahl der Farbe für die Uniform
3. Das Gastteam ist während
dem Spiel verpflichtet, zuerst einen Spielerblock auf das
Eis zu stellen, damit das Spiel beginnen
kann (evtl. Aufforderung des Captains durch
den Schiedsrichter).
410 – SPIELER- UND TORHÜTERWECHSEL
Unter den nachstehenden Voraussetzungen können Spieler und Torhüter
jederzeit,
während das Spiel läuft oder während eines Spielunterbruchs,
ausgewechselt werden.
Wenn während eines Wechsels der einwechselnde Spieler den Puck spielt,
oder einen
körperlichen Kontakt mit einem Gegenspieler verursacht, und der auswechselnde
Spieler
sich dabei noch immer auf dem Spielfeld befindet, wird eine Strafe ausgesprochen:
Kleine
Bankstrafe für zuviele Spieler auf dem Eis (Regel 573)
Wird während eines Wechsels der einwechselnde Spieler oder der auswechselnde
Spieler
zufällig vom Puck getroffen, wird das Spiel nicht unterbrochen.
Es wird keine Strafe ausgesprochen.
1. Nach dem Ende des ersten und
des zweiten Drittels, sowie während den Spielunter-
brüchen, wird Spielern und Torhütern
keine ”Aufwärmzeit” gewährt.
2. Die Teams wechseln die Seiten
nicht, wenn das Eis nicht neu aufbereitet wurde.
411 – SPIELERWECHSEL VON
DER SPIELERBANK WÄHREND DES SPIELVERLAUFS
Die Spieler können von der Spielerbank jederzeit ausgewechselt werden,
auch während
das Spiel läuft.
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
– Die wechselnden Spieler und Torhüter müssen sich
innerhalb einer imaginären Wechselzone
befinden. Die Wechselzone beschränkt
sich auf die Länge der Spielerbank sowie
3 m von der Bande
– Während eines Wechsels dürfen
sich die einwechselnden Spieler nicht am
Spielgeschehen
beteiligen.
Bei einem Verstoss gegen diese Regel, erhält das fehlbare Team eine:
Kleine
Bankstrafe für zuviele Spieler auf dem Eis (Regel 573)
1. Wenn ein Team versucht, nach
der ihr zur Verfügung stehenden Zeit einen
Spielerwechsel vorzunehmen, schickt
der Schiedsrichter den/ die Spieler auf die Bank
zurück.
2. Für jeden wiederholten Verstoss
gegen diese Regel, ungeachtet zu welchem
Zeitpunkt des Spieles er stattfindet,
erhält das fehlbare Team eine:
Kleine
Bankstrafe (Regel 575)
Einem Ersatztorhüter wird keine
”Aufwärmzeit” gewährt.
In Übereinstimmung mit dieser
Regel gilt der Wechsel eines oder mehrerer Spieler
als ein Spielerwechsel.
Bezeichnung
der sechs Spieler:
Torhüter
Rechter Verteidiger Linker
Verteidiger
Rechter Flügelstürmer
Mittelstürmer Linker
Flügelstürmer
412
– SPIELERWECHSEL WÄHREND EINES SPIELUNTERBRUCHES
Unmittelbar nach einem Spielunterbruch muss zuerst das Gastteam einen eventuellen
Spielerwechsel durchführen.
Bis das Spiel wieder begonnen hat, darf kein Wechsel mehr durchgeführt
werden.
Das Heimteam kann anschliessend einen eventuellen Spielerwechsel durchführen,
ohne
dass das Spiel dadurch verzögert wird.
Provoziert ein Team irgendeine unrechtmässige Verzögerung, sorgt der
Schiedsrichter
dafür, dass zuerst das angreifende Team seine Position zum Anspiel einnimmt.
Ein Spielerwechsel wird wie folgt durchgeführt:
– Der Schiedsrichter oder der Linienrichter
nimmt die Stellung für ein Anspiel ein.
– Der Schiedsrichter gewährt zuerst
dem Gastteam einen Zeitabschnitt von fünf
Sekunden
um einen Spielerwechsel durchzuführen.
– Nach diesen fünf Sekunden hebt der
Schiedsrichter seinen Arm und signalisiert
damit, dass der Spielerwechsel für
das Gastteam zeitlich beendet ist.
– Nun gewährt der Schiedsrichter, mit
noch immer erhobenem Arm, dem Heimteam
einen Spielerwechsel während
einer Zeitspanne von fünf Sekunden.
– Nach diesen fünf Sekunden senkt der
Schiedsrichter seinen Arm und signalisiert
damit, dass der Spielerwechsel auch
für das Heimteam zeitlich beendet ist.
413 – SPIELERWECHSEL VON
DER STRAFBANK
Ein Spieler der eine Strafe verbüsst hat, darf nur, nach dem Weg quer über
das Spielfeld,
durch einen Mitspieler ersetzt werden. Er muss sich innerhalb der Wechselzone
seiner Spielerbank befinden, bevor ein Wechsel stattfinden darf. Bei einem Verstoss
gegen diese Regel, erhält das fehlbare Team eine:
Kleine
Bankstrafe (Regel 563)
415 – TORHÜTERWECHSEL
WÄHREND EINES SPIELUNTERBRUCHES
Während eines Spielunterbruches ist es dem Torhüter nicht erlaubt
zur Spielerbank zu
gehen, ausgenommen bei einem Wechsel oder während einem ”Auszeit
(Time-Out)”.
– Sobald nach
einem Spielunterbruch wieder aufgenommen wurde, kann der
Torhüter wieder
wechseln
– Torhüter kann durch einen Spieler
ausgewechselt werden und auch wieder
zurück
wechseln.
416 – VERLETZTE SPIELER
Kann ein verletzter Spieler das Spiel nicht fortsetzen oder sich zu seiner Spielerbank
begeben, wird das Spiel so lange nicht unterbrochen, bis das Team des verletzten
Spielers in den Besitz des Pucks gelangt. Ist das Team dieses Spielers zum Zeitpunkt
seiner Verletzung im Besitz des Pucks, muss das Spiel unverzüglich unterbrochen
werden
ausgenommen, es hat gerade eine aussichtsreiche Möglichkeit ein Tor zu
erzielen.
Ist ein Spieler, Torhüter ausgenommen, verletzt oder gezwungen, das Spielfeld
während
des Spieles zu verlassen, kann er sich vom Spiel zurückziehen und durch
einen Ersatzmann
vertreten werden.
Das Spiel muss jedoch fortgesetzt werden, ohne dass die Teams das Spielfeld
verlassen.
Wurde gegen einen verletzten Spieler eine Kleine Strafe, eine Grosse Strafe
oder eine
Matchstrafe ausgesprochen, hat das bestrafte Team an dessen Stelle unverzüglich
einen
Ersatzspieler auf die Strafbank zu schicken.
Er hat die Strafe ohne Wechsel zu verbüssen.
Der verletzte, bestrafte Spieler, darf erst nach Ablauf seiner Strafe wieder
am Spiel
teilnehmen.
1. Hat sich ein Spieler offensichtlich
ernsthaft verletzt, kann der Schiedsrichter und/
oder der Linienrichter das Spiel unverzüglich
unterbrechen.
2. Wurde das Spiel wegen eines verletzten
Spielers, Torhüter ausgenommen,unter-
brochen, muss der verletzte Spieler
das Spielfeld verlassen. Er darf das Spielfeld erst
wieder betreten wenn das Spiel wieder
läuft. Weigert er sich, das Spielfeld zu
verlassen, erhält der fehlbare
Spieler eine:
Kleine
Strafe (Regel 554e)
1. Einem Ersatztorhüter wird
keine ”Aufwärmzeit” gewährt.
2. Wurde ein anderer Spieler als
Ersatztorhüter ausgerüstet, kann keiner der beiden
regulären Torhüter wieder
am Spiel teilnehmen.
417 – VERLETZTE TORHÜTER
Ist ein Torhüter verletzt oder erkrankt muss er unverzüglich weiterspielen
oder durch den
Ersatztorhüter vertreten werden.
Sind beide Torhüter eines Teams aktionsunfähig und nicht in der Lage
zu spielen, hat das
Team zehn Minuten Zeit, um einen anderen Spieler entsprechend auszurüsten,
der als
Ersatztorhüter eingesetzt werden kann.
418
– VERHÜTUNG VON INFEKTIONEN
Ein Spieler, der blutet oder durch einen gegnerischen Spieler
mit Blut verschmiert wurde,
gilt als ”verletzter Spieler”.
Er hat das Spielfeld unverzüglich zwecks Behandlung und/ oder Reinigung
zu verlassen.
Widersetzt sich ein Spieler gegen diese Regel, erhält er eine:
Kleine
Strafe (Regel 571)
Ein solcher Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren, wenn:
– die Wunde vollständig geschlossen
und mit geeignetem Verbandmaterial versorgt
ist
– sämtliche Blutreste vom Körper
des Spielers entfernt bzw. mit Blut verschmierte
Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände
gereinigt oder ersetzt wurden.
Sind das Spielfeld oder Einrichtungen des Spielfeldes mit Blut beschmutzt, veranlasst
der
Schiedsrichter, dass die Blutreste unmittelbar nach dem ersten Spielunterbruch
vom Eisreinigungspersonal
entfernt werden.
420 – DAUER DER SPIELZEIT
Ein reguläres Spiel dauert drei Drittel zu je 20 Minuten Netto-Spielzeit
mit zwei Pausen
zu je 15 Minuten.
Die Teams wechseln die Seiten nach jedem Drittel.
1. Der jeweilige Spielzeitabschnitt
dauert vom Zeitpunkt des Puckeinwurfs beim
Anspiel bis zum Spielunterbruch durch
Pfeifsignal.
2. Tritt irgendeine ungewöhnliche
Verzögerung innerhalb der letzten fünf Minuten
des ersten oder zweiten Spieldrittels
ein, ist der Schiedsrichter berechtigt, die
nächste reguläre Pause sofort
beginnen zu lassen. Die verbleibende Spielzeit des
unterbrochenen Drittels ist nach der
Pause zu spielen, wobei die Teams die
Seiten noch nicht wechseln. Nachdem
die verbleibende Spielzeit gespielt wurde,
wechseln die Teams die Spielfeldseiten.
Das Spiel wird unverzüglich mit dem
nachfolgenden Spieldrittel weitergeführt.
3. Bei einem nicht überdachten
Spielfeld müssen die Teams nach der Hälfte des
dritten Spieldrittels oder der Nachspielzeit
die Seiten wechseln.
4. In den Pausen zwischen den Spieldritteln
muss die Eisfläche aufbereitet werden.
421 – NACHSPIELZEIT /
”OVERTIME”
Bei Play-Off Spielen, wo ein Sieger ermittelt werden muss, wird das Spiel nötigenfalls
um 10 Minuten Netto-Spielzeit verlängert.
Der Sieger wird in dieser Nachspielzeit im Modus ”Plötzlicher Sieg”
/ ”Sudden Victory”
ermittelt.
Wird in der Nachspielzeit kein Tor erzielt, kommt es zum ”Spielentscheidenden
Torschiessen” / den ”Game Winning Shots”.
422 – AUSZEIT / ”TIME-OUT”
Jedem Team ist es erlaubt, eine 30 Sekunden ”Auszeit / Time-Out”
zu verlangen. Die
Auszeit kann während der regulären Spielzeit oder während der
Nachspielzeit verlangt
werden.
Ein Spieler, der von seinem Team-Offiziellen dazu beauftragt ist, stellt während
eines
Spielunterbruches beim Schiedsrichter den ”Time-Out”-Antrag.
Der Schiedsrichter meldet dem Spielzeitnehmer die Auszeit.
Während dem ”Time-Out” ist es den Spielern und den Torhütern,
ausgenommen bestraften
Spielern, erlaubt, sich zur ihrer Spielerbank zu begeben.
Beide Teams können ihre Auszeit während dem gleichen Spielunterbruch
beantragen.
Die Auszeit des zweiten Teams muss vor Ablauf der ersten Auszeit beim Schiedsrichter
verlangt werden.
430 – WERTUNG DES SPIELES
Das Team ist Sieger, das während den drei Dritteln zu 20 Minuten die meisten
Tore erzielt
hat.
Der Sieg wird in der Rangliste mit drei Punkten gewertet.
Erzielen beide Teams die gleiche Anzahl Tore, wird das Spiel als unentschieden
gewertet,
und beiden Teams wird in der Rangliste je ein Punkt gutgeschrieben.
”Plötzlicher Sieg”
bedeutet, dass das Team als Sieger feststeht, das in der Nachspiel-
zeit das erste Tor erzielt.
Wird das Spiel aus irgendeinem Grund,
welcher in den Regeln nicht genau umschrieben
ist, unterbrochen, findet das Anspiel an der nächstgelegenen
Stelle auf der ”gedachten
Linie”
statt, wo das Spiel unterbrochen wurde.
431 – WERTUNG EINES ”PLAY-OFF”-SPIELES
Bei Play-Off Spielen, wo ein Sieger ermittelt werden muss, wird das Spiel nötigenfalls
um 10 Minuten effektive Spielzeit verlängert.
Die Nachspielzeit wird als ”Plötzlicher Sieg” / ”Sudden
Victory” bezeichnet.
Wird in der Nachspielzeit kein Tor erzielt, kommt es zum ”Spielentscheidenden
Tor-
schiessen” / den ”Game Winning Shots”.
440 – ANSPIELE
Ein Anspiel wird bei jedem Beginn eines Spieldrittels sowie nach jedem Spielunterbruch
durchgeführt.
441
– ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE
Alle Anspiele werden durchgeführt:
– bei einem der neun bezeichneten Anspielpunkte,
– an einer Stelle der ”gedachten Linie”
(parallel zur Längsbande und zwischen den
beiden Anspielpunkten der beiden
Endzonen).
Das Anspiel wird auf dem Anspielpunkt in der Mitte des Spielfeldes durchgeführt:
– zu Beginn eines Spieldrittels
– nach einem erzielten Tor
– nach einem Fehlentscheid ”unerlaubter
Befreiungsschuss/ Icing”
– nach einem unkorrekten Wechsel zwischen
Torhüter und Spieler
Das Anspiel erfolgt auf dem nähergelegenen Anspielpunkt in der Verteidigungszone
des verteidigenden Teams:
– wenn sich zwischen den Endanspielpunkten
und seitlich zu den Längsbanden und
den näherliegenden Querbanden
ein Spielunterbruch ereignet, ausgenommen die
Regeln schreiben etwas anderes vor
– nach einem Regelverstoss des verteidigenden
Teams in dessen Verteidigungszone
– wenn der Puck durch einen Spiel-Offiziellen
ins Tor abgelenkt wurde – Tor ungültig.
Das Anspiel erfolgt auf dem nähergelegenen Anspielpunkt in der Verteidigungszone
des angreifenden Teams:
– nach einem ”unerlaubten Befreiungsschuss
/ Icing” durch das angreifende Team
– nach einem ”absichtlichen Abseits
/ Offside” des angreifenden Teams
– nach einem ”hohen Stock am Puck”
irgendwo auf dem Spielfeld
Das Anspiel erfolgt auf dem nähergelegenen Anspielpunkt in der Neutralen
Zone:
– nach einem Abseits/ ”Offside”
– nach einem Regelverstoss in der Angriffszone,
verursacht durch das angreifende
Team
– wenn sich ein oder beide, nahe der blauen
Angriffslinie spielende/ r Verteidiger
oder ein von der Spielerbank kommender
Spieler des angreifenden Teams, nach
einem Spielunterbruch, über die
gedachte Linie der Endanspielkreise begibt/
begeben.
Das Anspiel erfolgt auf der ”gedachten Linie”:
– nach einem Pass-Abseits/ ”Pass-Offside”
– nach irgendeinem Regelverstoss eines Teams,
an der nächstgelegenen Stelle, wo
der Spielunterbruch erfolgte, ausgenommen
die Regeln schreiben etwas anderes vor
442 – AUSFÜHREN DER
ANSPIELE
Der Schiedsrichter oder Linienrichter wirft den Puck zwischen
die Stöcke der
anspielenden” Spieler auf die Eisfläche.
Die anspielenden Spieler müssen sich gegenüber aufstellen, rechtwinklig
zum Ende des
Spielfeldes und etwa eine Stocklänge vom Anspielpunkt entfernt. Die Stockschaufeln
müssen das Eis auf dem bezeichneten weissen Feld berühren.
Der Spieler des angreifenden Teams hat in seiner Angriffshälfte
den Stock zuerst auf dem
Eis zu platzieren. Unmittelbar danach hat dies der Spieler des verteidigenden
Teams zu
tun.
Bei den Anspielpunkten in der Endzone, müssen sich beide Spieler so aufstellen,
dass
sie sich gegenüberstehen und mit den Schlittschuhen die Anspiel-Markierungen
(Doppel ̶ L”)
auf dem Eis nicht berühren.
Kein anderer Spieler darf den Anspielkreis betreten oder sich den beiden am
Einwurf
beteiligten Spielern, auf weniger als 4,5 m nähern. Sie müssen sich
bei allen Anspielen
auf ihrer Seite platzieren.
Kein Spieler darf physischen Kontakt (mit dem Körper oder mit dem Stock)
mit einem
gegnerischen Spieler provozieren, ausser nach erfolgtem Einwurf, beim Spielen
des
Pucks.
1. Der Schiedsrichter signalisiert
den Spielbeginn nicht mit einem Pfiff.
2. Bis das Anspiel ausgeführt
ist, darf kein Spielerwechsel erfolgen.
3. Ein Spieler der sich beim Anspiel
nicht sofort korrekt aufstellt, obwohl er vom Spiel-
Offiziellen dazu aufgefordert wurde,
wird unverzüglich durch einen, sich auf dem
Spielfeld befindenden Mitspieler,
ersetzt.
4. Betritt ein Spieler den Anspielkreis
zu früh, pfeift der Spiel-Offizielle, und das
Anspiel wird wiederholt, ausgenommen
das schuldlose Team kommt in den
Puckbesitz.
5. Der Schiedsrichter spricht für
die Regelverstösse der Spieler die hierfür vorgesehenen
Strafen aus. (Regel 554g)
450 – ABSEITS / ”OFFSIDE”
Spieler des angreifenden Teams dürfen sich nicht vor dem Puck in die Angriffszone
begeben.
Die bestimmenden Fakten, um auf ein ”Abseits” zu entscheiden sind:
– die Position der Spieler-Schlittschuhe.
Der Spieler befindet sich im Abseits,
wenn sich beide Schlittschuhe
komplett über der Blauen Linie in seiner Angriffszone
befinden, bevor der Puck die
Linie komplett überschreitet.
– die Position des Pucks. Der Puck muss
die Blaue Linie zur Angriffszone komplett
überschritten haben.
Bei einem Verstoss gegen diese Regel muss das Spiel sofort unterbrochen und
ein
Anspiel durchgeführt werden:
– beim nächstgelegenen Anspielpunkt
in der Neutralen Zone, wenn der Puck von
einem angreifenden Spieler am Stock
über die Blaue Linie hineingeführt wurde.
– an der nächstgelegenen Stelle der
”gedachten Linie”, wo der Puck von einem
angreifenden Spieler über
die Blaue Linie gepasst oder geschossen wurde
– am Endanspielpunkt in der Verteidigungszone
des angreifenden Teams, wenn
nach Ansicht des Spiel-Offiziellen
ein Mitspieler das Abseits vorsätzlich verursacht
hat.
1. Ein Spieler der den Puck ”unter
Kontrolle” hat , darf die Linie vor dem Puck rückwärts
überqueren, es wird nicht auf
Abseits entschieden.
2. Wenn ein verteidigender Spieler
den Puck in seine Verteidigungszone hineinführt
oder passt, während sich Spieler
des angreifenden Teams in der Zone aufhalten, wird
nicht auf Abseits entschieden.
3. Mit der Absicht, einen Spielunterbruch
zu erzwingen entsteht ein ”vorsätzliches
Abseits”, es ist dabei bedeutungslos,
warum dies geschah.
451 – ANGEZEIGTES ABSEITS
/ ”OFFSIDE”
Befindet sich ein angreifender Spieler vor dem Puck in der Angriffszone, aber
ein verteidigender
Spieler kann den Puck spielen, signalisiert der Spiel-Offizielle mit seinem
erhobenen
Arm ein ”angezeigtes Abseits”.
Wird der Puck in Richtung des Tores geschossen und dadurch der Torhüter
gezwungen,
den Puck zu spielen, wird auf ”Offside” entschieden.
Der Spiel-Offizielle senkt seinen Arm um das ”angezeigte Abseits” zu annullieren und das
Spiel weiterlaufen zu lassen falls:
– das verteidigende Team entweder den Puck
in die Neutrale Zone hinausführt oder
passt, oder
– alle angreifenden Spieler die Angriffszone
umgehend verlassen, indem sie die Blaue
Linie mit einem Schlittschuh
berühren.
1. Bevor ein ”angezeigtes
Abseits” annulliert werden kann, muss die Angriffszone
völlig frei sein von angreifenden
Spielern, während sich der Puck noch in der
Angriffszone befindet.
2. Sobald sich alle angreifenden
Spieler aus der Angriffszone begeben haben, senkt
der Spiel-Offizielle seinen Arm, um
das ”angezeigte Abseits” zu annullieren.
Angreifende Spieler können sich
nun wieder in die Angriffszone begeben.
3. Angriffszone ”umgehend
verlassen” bedeutet: Ein angreifender Spieler muss seine
Angriffszone verlassen, ohne den Puck
zu berühren noch zu versuchen diesen zu
berühren, indem er den Gegenspieler
in die Zone zurückdrängt, während sich der
Puck noch in seiner Angriffszone im
Abseits befindet.
460 – UNERLAUBTER BEFREIUNGSSCHUSS
/ ”ICING THE PUCK”
Für die Anwendung dieser Regel wird das Spielfeld durch die Mittellinie
in zwei Hälften
geteilt.
Die Stelle der letzten Puck-Berührung durch das Team das sich im Puckbesitz
befindet ist
entscheidend, ob auf ”unerlaubten
Befreiungsschuss” entschieden wird.
Wenn ein Spieler eines Teams, mit gleicher oder grösserer Anzahl Spieler
den Puck aus der
eigenen Spielhälfte über die Torlinie des gegnerischen Teams schiesst
oder ablenkt,
wird das Spiel unterbrochen und auf ”unerlaubten Befreiungsschuss” entschieden.
Das Anspiel findet beim nähergelegenen Anspielpunkt in der Endzone (Verteidigungszone)
des angreifenden Teams statt, wo der Puck letztmals berührt wurde.
Es wird nicht auf ”unerlaubter Befreiungsschuss” entschieden:
– wenn der Puck in das Tor gelangt –
das Tor ist gültig
– wenn der Puck den Torraum durchquert
– wenn sich das angreifende Team in ”Unterzahl”
befindet, während der Puck
geschossen wird
– wenn der Puck irgendeinen Teil eines gegnerischen
Spielers berührt, einschliesslich
den Torhüter, bevor der Puck
die Torlinie überquert
– wenn der Puck von einem das Anspiel ausführenden
Spieler direkt geschossen wurde
– wenn nach Ansicht eines Spiel-Offiziellen
ein Spieler des anderen Teams,
ausgenommender Torhüter, den
Puck hätte spielen können, bevor dieser die Torlinie
überquert hat.
1. Entscheidet der Spiel-Offizielle
fälschlicherweise auf einen ”unerlaubten Befreiungs-
schuss”, muss das Anspiel beim
Anspielpunkt in der Mitte des Spielfeldes erfolgen.
2. Der Sinn dieser Regel ist, ein
flüssiges Spiel durchzusetzen. Die Spiel-Offiziellen
wenden diese Regel folgerichtig an,
um den gewünschten Effekt zu erzielen.
3. In ”Unterzahl” bedeutet,
dass ein Team gegenüber dem gegnerischen Team, eine
kleinere Anzahl Spieler auf dem Eis,
einsetzt.
470 – DEFINITION EINES
ERZIELTEN TORES
Ein Tor ist gültig:
– wenn der Puck mit dem Stock eines angreifenden
Spielers von vorne zwischen den
beiden Torpfosten und unter
der Querstange hindurchgespielt wurde und der Puck
die Torlinie komplett überquert
hat
– wenn der Puck auf irgendeine Art durch
einen verteidigenden Spieler in das Tor
geleitet wird
– wenn ein Schuss eines angreifenden Spielers
durch einen Körperteil eines Mitspielers
in das Tor abgelenkt wird
– wenn ein angreifender Spieler durch eine
körperliche Aktion eines verteidigenden
Spielers behindert und so in
den Torraum gedrängt wird
(Wenn jedoch der angreifende
Spieler nach Ansicht des Schiedsrichters genügend
Zeit hatte den Torraum zu verlassen,
bevor der Puck ins Tor gelangte, ist das Tor
ungültig.)
– wenn der Puck im Torraum freikommt und
danach durch den Stock eines angreifenden
Spielers in das Tor geschossen
wird
– wenn der Puck direkt durch einen Schlittschuh
eines angreifenden oder verteidi-
genden Spielers in das Tor abgelenkt
wird
471 – ANNULLIERUNG EINES
TORES
Ein Tor ist ungültig:
– wenn ein angreifender Spieler den Puck
absichtlich kickt, wirft, mit der Hand schlägt
oder auf eine andere Weise,
ausser mit dem Stock, in das Tor leitet – auch wenn
der Puck nachträglich noch
durch einen Spieler, Torhüter oder Spiel-Offiziellen
abgelenkt wird
– wenn ein angreifender Spieler den Puck
mit hohem Stock, oberhalb der Querstange,
berührt
– wenn der Puck direkt durch einen Spiel-Offiziellen
ins Tor abgelenkt wird
– wenn ein angreifender Spieler im Torraum
steht, oder seinen Stock im Torraum hält,
während der Puck ins Tor
gelangt
– wenn das Tor aus seiner normalen Position
verschoben worden ist
1. Nach erfolgtem Anspiel darf kein
Tor annulliert werden.
2. Der Torraum ist ein Volumen,
welches horizontal durch die Linien auf dem Eis,
sowie vertikal bis Oberkante der Querstange
des Tores von 127 cm abgegrenzt ist.
472 – TORSCHÜTZE
UND MITHELFER EINES ERZIELTEN TORES
In der Torschützenliste wird das erzielte Tor dem Spieler gutgeschrieben,
der den Puck in
das gegnerische Tor hineingespielt hat.
Jedes erzielte Tor zählt in der Torschützenliste einen Punkt.
Spieler, die unmittelbar an der Spielphase zur Erzielung des Tores beteiligt
waren,
erhalten einen ”Mithelfer-Punkt” gutgeschrieben.
Für ein erzieltes Tor können nicht mehr als zwei ”Mithelfer” bezeichnet werden.
Jeder ”Mithelfer-Punkt” zählt in der Torschützenliste
einen Punkt.
1. Pro Tor kann einem Spieler nur
ein Punkt gutgeschrieben werden.
2. Nach einem Tor, das aufgrund
eines Abprallers vom Torhüter erzielt wurde, kann
nur ein ”Mithelfer” bezeichnet
werden.
3. Im Falle einer offensichtlich
falschen Bezeichnung des Torschützen oder des/der
Mithelfer/s, ist der Fehler umgehend
zu korrigieren. Im Spielbericht sind keine
Änderungen mehr zugelassen, wenn
der Schiedsrichter diesen unterzeichnet hat.
480 – PUCK AUS DEM SPIELFELD
Wenn der Puck das Spielfeld verlässt oder Hindernisse berührt (Banden
ausgenommen),
wird das Spiel unterbrochen.
Das Anspiel findet an der nächstgelegenen Stelle statt, von wo der Puck
zuvor abgespielt
oder abgelenkt wurde, ausser die Regel schreiben etwas anderes vor.
481 – PUCK AUF DEM NETZ
DES TORES
Wenn sich der Puck länger als drei Sekunden an der Aussenseite eines Tores
im Netz
verfängt und dadurch nicht mehr spielbar ist, oder wenn er am Tor zwischen
gegnerischen
Spielern blockiert wird, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel.
Das Anspiel erfolgt:
– am nächsten Endanspielpunkt
– am nächsten Anspielpunkt in der Neutralen
Zone, wenn nach Ansicht des
Schiedsrichtersder Unterbruch durch
einen angreifenden Spieler verursacht wurde
482 – PUCK AUSSER SICHT
Bei einer Rauferei, oder wenn ein Spieler versehentlich auf den Puck fällt
und der Puck für
den Schiedsrichter nicht mehr sichtbar ist, wird das Spiel sofort unterbrochen.
Das Anspiel erfolgt dort, wo das Spiel unterbrochen wurde, ausser die Regeln
schreiben
etwas anderes vor.
483 – IRREGULÄRER PUCK
Erscheint während des Spielverlaufes zu irgendeinem Zeitpunkt ein zusätzlicher
Puck auf
dem Spielfeld, wird das Spiel nicht unterbrochen.
Das Spiel wird unterbrochen, sobald mit diesem irregulären Puck gespielt
wird.
484 – BERÜHRUNG DES
PUCKS DURCH EINEN SPIEL-OFFIZIELLEN
Das Spiel wird nicht unterbrochen wenn der Puck durch einen Spiel-Offiziellen
berührt
wurde, ausser der Puck gelangt dadurch ins Tor.
Tor
ungültig
490 – STOPPEN / ZUSPIELEN
DES PUCKS MIT DER HAND
Ein Spieler darf den Puck in der Luft mit offener Hand stoppen, wegschlagen
oder auf
dem Eis mit der Hand wegschieben, ohne dass das Spiel deshalb unterbrochen wird.
– Wird
der Puck auf diese Weise einem Mitspieler zugespielt, der sich in der
Neutralen
Zone befindet, wird das Spiel unterbrochen und das Anspiel
findet
dort
statt von wo der Puck mit der Hand zugespielt wurde.
– Handpass
in der eigenen Verteidigungszone ist erlaubt.
–
Wenn ein Mitspieler in der Angriffszone
den Puck durch einen Handpass bekommt,
muss
der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen und das Anspiel wird in der
Neutralen
Zone verlegt. (Passabgabe)
– Wenn ein angreifender Spieler den Puck
mit der Hand in das Tor schlägt, wird es
annulliert – auch wenn
der Puck nachträglich noch durch einen Spieler oder Stock,
Torhüter oder Spiel-Offiziellen
irgendwie abgelenkt wurde.
491 – KICKEN DES PUCKS
Das Kicken des Pucks ist in allen Zonen erlaubt. Ein von
einem angreifenden Spieler
mit einem direkten Kick erzieltes Tor ist NICHT GÜLTIG.
Außer:
– Der Puck wird von einem Stock eines angreifenden Spielrs in
das Tor gelenkt.
– (Dies so erzielte Tor ist GÜLTIG).
492 – BERÜHREN DES
PUCKS MIT HOHEM STOCK
– Wenn ein angreifender
Spieler den Puck in seiner Angriffszone, mit hohem
Stock
spielt,
findet das Anspiel on der Neutralen Zone (Nähe
blauer Linie) statt.
– Wenn ein Spieler in seiner Verteidigungszone oder in
der Neutralen Zone, den Puck
mit
hohem Stock spielt, findet das Anspiel dort
statt, wo der Regelverstoß begangen
wurde.
– Ausgenommen, wenn sich das verursachende Team einen Vorteil
verschafft hat. In
solch
einem Fall findet das Anspiel dort statt, von wo der
Puck zugespielt worden ist.
– Das Schlagen
des Pucks mit dem über die normale Schulterhöhe gehobenen
Stock ist verboten. Das Spiel wird unterbrochen, und das Anspiel
wird an
einem der Endanspielpunkte in der Verteidigungszone des fehlbaren
Teams
durchgeführt.
Ausnahmen:
– Wird der Puck einem Gegner zugeschlagen, wird das Spiel nicht unterbrochen
und
der Schiedsrichter signalisiert das mit ”Abwinken”
– Wird der Puck durch einen verteidigen Spieler mit hohem Stock ins eigene
Tor
geschlagen, ist das Tor gültig.
493 – BEHINDERUNG DURCH
ZUSCHAUER
Werfen Zuschauer Gegenstände auf das Spielfeld, die den Spielfortgang behindern,
unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Das Anspiel erfolgt an der nächstgelegenen
Stelle wo der Spielunterbruch erfolgte.
Wird ein Spieler durch einen Zuschauer festgehalten oder behindert, unterbricht
der
Schiedsrichter oder Linienrichter das Spiel. Befindet sich das Team des behinderten
Spielers zu diesem Zeitpunkt in Puckbesitz, lässt der Spiel-Offizielle
diese Spielphase
beenden.
Rapport an die ”zuständige
Instanz”